Verantwortung leben
Shownotes
Verantwortung – mehr als ein persönlicher Wert
Was bedeutet Verantwortung – für das eigene Leben, für Führung und für unsere Gesellschaft? Darüber spricht der Coach Doc Kai Kochmann mit Felix Oldenburg, Sozialunternehmer und Gründer von bcause. Im Gespräch erzählt Felix von seinem ungewöhnlichen beruflichen Weg – von der Strategieberatung über Ashoka Deutschland und den Bundesverband Deutscher Stiftungen bis hin zu seiner heutigen Mission, Vermögen wirkungsvoller für das Gemeinwohl einzusetzen. Eine inspirierende Episode über Verantwortung, Gerechtigkeit und die Frage, welchen Beitrag jeder Einzelne leisten kann. Freut euch auf 25 Minuten mit neuen Perspektiven und spannenden Denkanstößen.
Hier geht´s zu bcause und zu *Felix Oldenburg*:
bcause GmbH Meinekestraße 26, 10719 Berlin E-Mail: hallo@bcause.com
Internet: https://bcause.com
Literaturtipps von Felix Oldenburg: T: The Triumphs of Experience
- The Men of the Harvard Grant Study - A: George E. Vaillant V: Harvard University Press ISBN-13: 978-0674503816
T: Der gefesselte Wohlstand
- Wo die Milliarden liegen, mit denen wir die Welt verbessern können - A: Felix Oldenburg V: Econ ISBN-13: 978-3430212014
Ich freu mich auf Rückmeldung zu diesem Podcast. Schreib mir gerne eine E-Mail an kochmann@reflacta.com oder hinterlässt eure Bewertungen direkt bei Spotify!
Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn ich mich verstellt habe, immer wenn ich... war ich nicht besonders effektiv.
00:00:04: Immer wenn ich mich verwundbar gemacht habe, wenn ich den echten Felix rausgelassen habe.
00:00:08: Wenn ich gesagt hab was ich nicht weiß dann bin ich effektif
00:00:10: geworden.".
00:00:24: Es gibt Menschen die schreiben Bücher über Verantwortung oder als Politiker reden sie gerne drüber.
00:00:29: und es gibt Menschen, die gründen.
00:00:31: einfach mal unternehmen oder Initiativen werden ihnen zu lange an runden Tischen diskutiert wird.
00:00:36: Mein heutiger Gast gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.
00:00:39: Er war Strategieberater bei McKinsey, hat das Sozialunternehmertum mit aufgebaut, den Bundesverband Deutscher Stiftungen geführt, gründete sein Unternehmen Because – darauf kommen wir gleich noch zu sprechen und erbrachte mehr der Initiative Hashtag Unterkunft Ukraine innerhalb kürzester Zeit Zehntausende Menschen mit privaten Gastgebern zusammen.
00:01:00: Man könnte sagen Während andere noch Sitzungsprotokolle geschrieben haben, macht er schon vor zwanzig Jahren den Unterschied.
00:01:07: Ich freue mich auf ein Gespräch über Verantwortung, Führung und Mut mit Felix Oldenburg.
00:01:14: Hallo lieber Felix!
00:01:15: Hallo Kai schön dass ich hier sein darf.
00:01:17: Felix wir kennen uns schon viele Jahre.
00:01:18: wenn ich zwanziger Jahre zurückschaue In deinem Leben zieht sich für mich in roter Fahrten durch alle beruflichen Station.
00:01:26: Es geht eigentlich immer um Verantwortung übernehmen Und das aber auch immer mit zum gesellschaftspolitischen Kontext.
00:01:33: Ist das für dich schon immer kombiniert gewesen, Verantwortung und dieses größere Thema gesellschaftspolitischen Einflusses?
00:01:42: Ich muss dir gleich am Anfang gestern es machen!
00:01:44: Mit dem Wortverantwortung kann ich gar nicht so viel anfangen...
00:01:48: Na dann haben wir den richtigen Podcast!
00:01:51: Ich finde das so leicht abzuhören.
00:01:52: wenn ich mit anderen Menschen über Verantwortung spreche hört es sich oft zu an Kommt es glaube ich bei Menschen oft zu An.
00:01:59: Also ob da drinsteckt, du solltest irgendetwas wollen.
00:02:01: Du sollst irgendwas tun für andere.
00:02:06: Ich bin einfach dem gefolgt was mir am meisten Freude gemacht hat von Anfang an.
00:02:11: ich habe mich zufällig interessiert für Dinge die gesellschaftliche Themen waren.
00:02:17: Fünfzehn Unterschriften gesammelt damit ein indischer Einwanderer in der Dialyse bleiben durfte und nicht abgeschoben wurde.
00:02:25: Das hat mich einfach interessiert, ich kann nicht sagen warum, es hat bis weniger aus einer moralischen Müssen heraus oder sollen herausgetan sondern einfach weil mich diese Themen interessiert haben.
00:02:36: Das finde ich ganz spannend Verantwortung als etwas von außen erwartetes zu konnotieren.
00:02:41: mir geht's übrigens wenn wir gerade bei Werten sind bei einem oft von Sozialdemokraten bemühtem Wert nämlich bei Solidarität so Wenn Solidarität eingefordert wird, ist das häufig auch für mich empfundermaßen etwas so gesagt.
00:02:56: Jetzt musst du da auch mitmachen und erlebe das dann nicht als intrinsisch... Ich möchte mich anschließen einer Bewegung sondern von mir wird erwartet dass ich hier...
00:03:05: Das ist interessant!
00:03:06: Ja überhaupt welche Begriffe mit welchen moralischen Kommutations verbunden sind?
00:03:10: Ich habe dann Moralphilosophie studiert viele Jahre weil mich das interessiert hat.
00:03:14: aber währenddessen war ich schon unternehmerische aktiv.
00:03:20: Ich hab immer wieder beobachtet, dass Begriffe so ganz unterschiedlich gelesen werden und auch seine Begriffskonjunkturen dann zu einer Ermütung führen.
00:03:31: Und offenbar sind wir im Moment in der artgesellschaftlichen Ermüdung mit vielen dieser Konzepte die uns als moralisierend vorgeschrieben werden.
00:03:38: ich erlebe es gab noch nie in meinem Leben eine so große Aversion gegenüber Menschen die anderen erklären wollen was sie zu tun haben wie heute.
00:03:48: Da bin ich absolut bei dir als freiheitslebender Mensch.
00:03:51: Ich geh dann mal auf das, was du an Erfahrung gemacht hast.
00:03:54: Du hast ja in verschiedenen Organisationen gewirkt, verschiedene Organisationen auch geführt.
00:04:00: McKinsey... Was?
00:04:02: Verband, Stiftungen...
00:04:03: Moment!
00:04:03: McKinsee ist ein Ausrutscher in meinem Leben.
00:04:05: Muss noch einmal sagen.
00:04:07: Nein,
00:04:07: nein, aber alle sagen immer der ex-McKinsey Berater.
00:04:09: Ich war anderthalb Jahre in meinem Leben beim McKinsea den Rest des Lebens.
00:04:12: Habe ich mich um Unternehmertum gefunden und selber unternehmerisch tätig.
00:04:16: Was hast du denn auf dem Weg dieser ja sehr diversen, um das Wort auch mal zu bemühen.
00:04:22: Dieser sehr diversent passpatchworkartigen Profile die Du gezeigt hast was hast Du da über Dich gelernt?
00:04:31: Oh ganz viel!
00:04:32: Also man sagt ja immer sagen das Leben versteht sich von hinten euch lebt sich nach vorne und versteht dich von hinten.
00:04:38: mir scheint es wie eine Art Spirale ich sag's patchwork.
00:04:44: Ich bin um ein Thema gekreist, erst mal sagen ganz breit von politischen Engagement übrigens in der Sozialdemokratie.
00:04:54: Aber das war nicht von langer Dauer auch wenn ich mal treu in der Partei geblieben bin bis vor Kurzem.
00:05:00: aber ich bin gekreisst um gesellschaftliche Themen und dann immer engere Kreise zu ziehen bis zu einem thema dass mich die letzten zehn fünfzehn Jahre beschäftigt und das ist die Rolle von Vermögen in unserer Gesellschaft.
00:05:13: Wie engagieren sich Menschen, die Geldvermögen haben?
00:05:17: Anderes Vermögen habe und damit gesellschaftliche Themen bewegen wollen.
00:05:21: Und das hab ich aus verschiedenen Perspektiven beobachtet gesehen was da für ein Systemversagen eigentlich in Deutschland vorliegt.
00:05:29: So bin ich heute wie durch eine Spirale am Kern angekommen an dem, was ich jetzt verändern möchte.
00:05:48: Das klingt gerade bisschen wie eine pauschale Anklage.
00:05:50: Das System hat versagt!
00:05:52: Wer hat
00:05:52: versackt?!
00:05:55: Das System ist immer ganz vieles, Rollen, Akteure.
00:05:59: Aber wenn wir uns angucken, dass wir im reichsten Moment der Menschheitsgeschichte leben... Wie in Deutschland?
00:06:05: Auch global aber wie in Deutschland auch und trotzdem das Gefühl haben, dass überall das Geld fehlt um Herausforderungen zu lösen die eigentlich durch das Warten nur teurer werden dann ist irgendwas falsch.
00:06:19: Und was dieses irgendwas ist das habe ich in hundert, wahrscheinlich tausenden Gesprächen ergründet in den letzten Jahren und das hat viel mit einer Vermögensverteidigungsindustrie zu tun.
00:06:32: Ich benutze den Begriff ganz bewusst weil das oft andere wie man Neudeutsch sagt Incentives andere Anreize sind als die, die die jüngeren Vermögenseigentümer heute selber mit ihrem Geld verbinden.
00:06:45: eine gesetzliche und steuerliche Rahmensetzung Die nicht passt darauf dass wir Probleme heute lösen müssen, anstatt Geld einzuschließen.
00:06:57: Damit es in hundert Jahren noch Erträge erwirtschaftet.
00:07:02: und wir haben auch eine ziemlich schiefe Schiefes eigenes Verhältnis als Gesellschaft zu unseren Reichen und ihrem Engagement.
00:07:10: Und all das zusammen ergibt die paradoxe Situation dass wir reicher sind als je zuvor und prozentual weniger geben.
00:07:18: Also dieses reiche als je zur vor ist glaube ich eine volkswirtschaftliche Dimension?
00:07:23: Die ist nicht eine individuell empfundene.
00:07:25: Bist du da mit mir d'accord sein?
00:07:28: Immer, niemand empfindet sich jemals als reich übrigens auch die Reichen nicht.
00:07:32: ich habe noch ganz selten Menschen getroffen die sich selber als Reich bezeichnen.
00:07:35: jeder vergleicht sich natürlich immer mit anderen aber ich spreche auch individuell darüber.
00:07:39: es gibt mehr Menschen als jemal zuvor die Geld zur Verfügung haben dass sie für die Absicherung des eigenen Lebensstandards nicht mehr brauchen.
00:07:45: so
00:07:46: dann machen wir's mal konkret das Wort.
00:07:49: das Wort ist eben gefallen von dir.
00:07:51: Das Geld ist eingeschlossen.
00:07:53: Wen meinst du und auf welche Form möchtest du jetzt einen Einfluss nehmen, im Sinne auch des Begriffes Verantwortung?
00:08:00: Und was soll mit dem eingeschlossenen Geld passieren?
00:08:05: Wir haben nach dem Zweiten Weltkrieg ein enormes Wirtschaftswunder gehabt und der Sky with the Limit sind gewachsen.
00:08:17: einige Jahrzehnte später festgestellt, diese Realisation begann natürlich mit dem Club of Rome-Bericht zu den Grenzen des Wachstums.
00:08:24: Dass man eben nicht endlos wachsen kann.
00:08:27: und dann gibt es eine Zwischengeneration.
00:08:29: die hat die Früchte dieses Wachstopms monetarisiert angelegt zur Finanzprodukten verwandelt.
00:08:37: das ist nicht mehr Unternehmertum in dem ursprünglichen Sinne einer Gründergeneration sondern wir haben in den vergangenen zwei, drei Jahrzehnten den Aufstieg von Vermögensverwaltern Family Offices die Produktisierung des Reichtums.
00:08:52: Und das führt dazu Thomas Piketty andere, die dann beschreiben auch volkswirtschaftlich wie Menschen, die Vermögen haben sehen dass sich ihr Vermögan schneller vermehrt als es.
00:09:04: Menschen arbeiten aus sich darauf haben ihre Einkommenssituation auch nur ansatzweise so schnell verbindet.
00:09:14: Ich mache daraus gar keinen... Daraus sind ja viele Gerechtigkeitsdiskurse entstanden, ich habe dazu sicherlich eine Meinung aber mir geht es eigentlich um die individuelle Perspektive von Menschen, die in der Situation sind mehr zu haben als sie für sich selber brauchen.
00:09:30: Was ist denn da das Kriterium?
00:09:31: Aber wo ist
00:09:32: das Kraterium da mehr zu machen?
00:09:34: Wer definiert den?
00:09:35: jetzt sind wir wieder bei der Fremdefinition und wir sprachen vorhin über die Werte Verantwortung, Solidarität.
00:09:40: Jetzt kommt die Definition.
00:09:43: Jemand sagt du hast mehr als du brauchst.
00:09:45: Wer legt das denn fest was ich brauche?
00:09:47: So darf es ja nicht sein.
00:09:50: Dann ist schon vorbei ein bisschen.
00:09:52: Menschen selber empfinden und sie tun es tatsächlich auch.
00:09:55: Ist das dann der Verantwortungsaspekt?
00:09:57: Das ist ja noch einen Schritt von der Verantwortung entfernt.
00:09:59: aber wir haben für Erben im Moment vierhundert Milliarden Euro jedes Jahr Und zwar in eine Generation, die das erste Mal als Generation spürt und versteht gleichermaßen.
00:10:15: Dass wir dieses Geld an die Arbeit bringen müssen um Gegenwartsprobleme zu lösen weil die Folgekosten der ungelösten Probleme viel zu teuer für uns alle werden.
00:10:24: Um es ganz klarzumachen wenn wir den Klimawandel nicht in den Griff bekommen dann wird er dann ist es in zehn Jahren drei bis fünf mal so teuer dasselbe Problemen zu lösern.
00:10:32: kein legales Geschäft der Welt gibt einem diese Rendite.
00:10:36: Es ist also kollektiv komplett rational, Probleme wie den Klimawandel.
00:10:41: Aber auch Einwanderung und Chancengleichheit viele andere heute zu lösen weil sie morgen viel teurer werden.
00:10:48: Wie macht man aber dieses kollektive, diese kollektiver Rationalität etwas was ein einzelner spürt?
00:10:53: Und das passiert gerade in der nächsten Generationen von Vermögens-Eigentümern mit denen ich spreche die sich fragen Was kann ich eigentlich tun?
00:10:59: Weil ich weiß Die Antwort der vorherigen Generation meiner Eltern und Großeltern Pass auf dieses Geld gut auf, gibt es in die nächste Generation weiter am besten doppelt so viel.
00:11:10: Das ist keine sinnvolle Antwort mehr nicht nur als Gesellschaft nicht sondern auch für eine einzelne Familie.
00:11:15: keine sinnfuelle Antwort mehr.
00:11:17: und da beginnt jetzt die Radlosigkeit aus der dann nennens Verantwortung aber nenn es vor allem ein individueller Auftrag an das Geld wird.
00:11:25: Eine veränderte Definition dazu ist dieses Geld eigentlich da nämlich die Welt zu sichern in der wir und unsere Kinder noch leben wollen.
00:11:33: Das ist die vernünftigste Investitionsstrategie für Millionen Menschen heute, die über Vermögen verfügen.
00:11:49: Es gibt immer wieder in unserem Leben Momente da werden wir auf ein Problem gestoßen und machen es für eine Weile zu unseren.
00:11:56: Das passiert glaube ich jedem in der Gesellschaft.
00:12:00: Idealerweise!
00:12:01: Ja
00:12:01: also ich mir das bisher noch niemand begegnet, der diese Momente nicht hatte.
00:12:04: Die Frage ist was machen wir dann?
00:12:06: Manche haben Zeit können sie drauf werfen andere können eben Geld darauf werfen.
00:12:10: Woran hast du gemerkt, das ist das Thema und der Moment?
00:12:13: Für mich?
00:12:14: Ja.
00:12:16: Weil ich selber einen Systemversagen aus der ersten Reihe eine eher Backstage erlebt habe.
00:12:23: Du hast erwähnt, ich war Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen sehr jung noch mit Ende dreißig in einer Position in der Rolle, in der Leute später auftauchen in ihrem Leben und bewahren was da ist.
00:12:36: Ich war an einer ganz anderen Lebensphase.
00:12:39: und will Milliarden an privaten Vermögen bewegen, um gesellschaftliche Probleme zu lösen.
00:12:46: Und ich habe gemerkt dass die Stiftungen eigentlich die Infrastruktur unserer Gesellschaft um Großzügigkeit zu organisieren in Wirklichkeit was ganz anderes tun.
00:12:55: mittlerweile Sie sind eher Instrumente zum Fesseln von Wohlstand als zum Entfesseln von Wollstand.
00:13:02: Das liegt daran das der typische Weg von jemanden der sich heute mit Geld engagieren möchte Mehr Geld.
00:13:08: Jetzt frage mich nicht, wieviel?
00:13:10: Ähm ... sechs, sieben, acht stelle ich.
00:13:14: Dieser typische Weg führt heute über ein Steuerberater Stiftungsanwalt und Privatbank.
00:13:17: Und alle drei haben den Anreiz dieses Geld möglichst festzuhalten und von diesem Geld zu
00:13:24: profitieren.".
00:13:25: Hat der Verband als du damals dort angefangen hast gewusst mit welcher Mission du unterwegs bist?
00:13:30: weil da haben sich ja ganz schön jemand ins Haus geholten.
00:13:31: könnte
00:13:32: man jetzt ... Nee, ich glaube Sie haben sich jemanden vorhanden.
00:13:35: Das kann ich nicht beurteilen!
00:13:38: Ich hatte vorher Ashoka geleitet und schon die nächste Generation von Vermögens-Eigentümern, Sozialunternehmern zusammengebracht.
00:13:44: Das war eine Szene mit der sich der Verband verbinden wollte, denn ein Verband will verbinden.
00:13:49: Und dass sie sich jemand ins Schaufenster stellen, der das Schaufenstdurchschlagen will...
00:13:55: Hast du vorher gewusst oder hast du ja nicht was?
00:13:57: Nein
00:13:57: ich hab selber auch.
00:13:59: Aber ich habe die Dissonanz gespürt und gemerkt ... ich nicht der Vortänzer eines Systems sein kann und will, das Geld eher fesselt als entfesselt.
00:14:10: Und man kann das von innen heraus verändern.
00:14:13: Da hat's ... Das hab' ich versucht.
00:14:14: Ich habe meinen Kopf gegen die Wand gehauen.
00:14:15: Aber das Wesentliche ist ... Das Potenzial liegt eigentlich woanders?
00:14:18: Das Potential liegt nicht darin sich um die vielleicht hundert Milliarden, vielleicht ein bisschen mehr Euro zu kümmern, die an Vermögen schon in Stiftungen gebunden sind und dadurch komplizierte Regeländerung verändert werden können.
00:14:29: Das eigentliche Potenziale unserer Gesellschaft liegt darin... Und anders zu programmieren, dass noch vor der Tür des Stiftens ist.
00:14:37: Dass sich noch nicht entschieden hat.
00:14:39: und das ist das was wir mit Because machen.
00:14:41: Wir machen ein Angebot Digitalplattform digitalen Stiftungskonten an Menschen die sich mit Geld in jeder Größenordnung engagieren wollen von fünf Euro Student bis fünf Millionen Euro Erbe Und das komplett digital ohne jemals einen Dienstleister zu sehen Der damit ein kommerzielles Interesse verdient und miteinander zu lernen und zu geben.
00:15:03: also
00:15:04: über das Geld nachzudenken, bevor es für mich Herr Klingbeil tut.
00:15:09: Ja jetzt können wir darüber eine politische Auseinandersetzung führen.
00:15:12: ich habe mal über Werbestrategien nachgedacht und sozusagen als Christian Lindner noch Finanzminister warnen wollen sie dass dieser Mann ihr Geld ausgibt?
00:15:20: Ich glaube das hätte gut funktioniert!
00:15:23: Ich hab's aber nicht gemacht.
00:15:24: man sollte sich von Politik fernhalten als Unternehmer weil ich ja will dass ich alle engagieren.
00:15:29: Aber ja du hast natürlich recht Nach dem Steuanzahlen ist mir ganz wichtig beginnt das freiwillige Engagement mit Geld und dass es jetzt aus einem guten Grund auch steuerlich begünstigt, sodass der Staat einen praktisch was oben drauf gibt.
00:15:42: Und ja, das ist der Bereich in dem man bestimmen kann, was das eigene Geld tut anders als mit den Steuern.
00:16:01: Felix, du hast nochmal auf den Aspekt weg von der volkswirtschaftlichen oder ökonomischen Dimensionen noch mal zu dir.
00:16:07: unsere Tu-Hörer sind ja selbst Unternehmer sind Menschen die... angestellt sind, die vielleicht aber auch drüber nachdenken sich vielleicht auch zu verändern irgendwann mal.
00:16:16: Vielleicht selbstständig zu machen?
00:16:18: Du hast jetzt gegründet relativ spät im Leben.
00:16:21: andere machen das mit Anfang dreißig.
00:16:23: wie fühlt sich denn das jetzt so an mit um die fünfzig, die du bist wenn ich das sagen darf?
00:16:27: Ja ja toll!
00:16:31: Du hast recht wir verbinden gründen oft so mit den zwanzigeren wenn man nichts zu verlieren hat.
00:16:36: Die Statistik sagt dass Gründer in der Mitte des Lebens deutlich erfolgreicher sind.
00:16:41: Okay, dass du schon der erste
00:16:42: Budget
00:16:42: für alle über die Statistik, die ich
00:16:44: mir rausgesucht habe zum Glauben.
00:16:45: Es ist
00:16:46: nicht zu spät, weil man schon über...
00:16:47: Nein überhaupt nicht!
00:16:49: Und es ist ganz beglückend, weil ich schon viele, viele Netzwerke in meinem Leben eingesammelt habe, Vertrauen aufgebaut habe und das Gefühl habe kleine Bewegung eigentlich in dem abzubilden was ich heute mache.
00:17:04: Das wäre als zwanzig-fünfundzwanzig dreißigjähriger gar nicht möglich.
00:17:07: Damals hab' ich auch schon gegründet aber viel kleinere und nicht wagniskapital finanzierte Unternehmen, aber ich glaube das Bild was wir vom gründen haben sollten wir mal updaten.
00:17:17: Wir brauchen eine gesellschaft von gründenden von menschen die sich zutrauen groß und klein und miteinander zu gründen und Das ist eine viel überzeugendere antwort auch auf.
00:17:29: wir wollen ja nicht über volkswirtschaft reden wir wollen mal übers individuum sprechen.
00:17:33: Es ist unfassbar beglückend und es ist Es gibt eine gewisse Fallhöhe und ein gewisses Risiko, das ist klar.
00:17:43: Aber ich glaube, dass gibt es am Arbeitsmarkt für Beschäftigte genauso.
00:17:47: Wir leben in den vergangenen Jahren zunehmend in einer Zeit, in der die Produktionsmittel ... Wenn ich das mal so Marxisch folieren mag?
00:17:56: Ja, nein!
00:17:57: Die Produktionsmitteln liegen ja in unserer Hand.
00:18:00: Wir haben beide ein Laptop hier vor uns.
00:18:02: mit diesem Laptob kann man heute mit natürlicher Sprache also diktieren muss noch nicht mal tippen können in einen KI-Assistenten beliebige Ideen hineindiktieren und daraus werden fertige Prototypen.
00:18:16: Das hat es in den letzten Jahren passiert, jeder von uns kann heute ein Millionenpublikum erreichen mit einer Idee ohne wesentliche technische Kompetenzen zu haben für produzierenden Podcasts.
00:18:29: Und zwar in einer Qualität vermutlich wenn Menschen das hier hören die vorher nur Radiosendern Budget zugänglich waren.
00:18:36: Du bist ein Meinungsunternehmer geworden in deinem kleinen Maßstab, du fußt etwas was vorher nur wenigen vorbehalten war.
00:18:43: das kann heute jeder und das fasziniert mich.
00:18:47: diese Entfesselung von individuellen Potenzial wenn die auf die Entfesselungen von Kapital trifft.
00:18:54: ja
00:18:54: es ist er wieder.
00:18:55: Und das kann jeder!
00:18:57: Jeder von uns kann mit einer eigenen Idee unternehmerisch tätig werden.
00:19:01: alles was wir brauchen ist ein Laptop und selbst vertrauen.
00:19:04: Da sind wir jetzt wieder beim Thema Verantwortung.
00:19:06: Ich versuche mich mal mit einer Definition, die weg vom Lehrbuch ist.
00:19:10: Verantwortung ist da wo ich etwas tue und dann auch ein Stück in die Haftung beziehungsweise in die Konsequenzen hineingeht, die eventuell sowohl das Scheitern als auch der Erfolg hat was dann zu Selbstwirksamkeitserfahrungen fühlt.
00:19:24: also ich glaube es nicht dass befriedigende... Werdegang, der jetzt seit fünfundzwanzig Jahren auch selbstständig sein.
00:19:32: Ich habe zwei Unternehmen gegründet eben auch.
00:19:34: aber das Befriedigende ist wie ich ihm schon gesagt hab bei ich erlebe es als befriedigen zu wissen
00:19:42: ich
00:19:42: hafte für das was ich tue.
00:19:44: Aber ich erleben umso mehr Selbstwirksamkeitserfahrung mehr als ich es im Angestellten da sein hatte.
00:19:49: Ist das nicht auch eine Motivation?
00:19:53: Ja ja bestimmt.
00:19:56: Vermutlich kennt jeder angestellte dass dass man irgendwann an die Grenzen des Jobs stößt, schmerzhaft.
00:20:02: Da ist ein blöder Vorgesetzter oder einen Aufsichtsrat oder eine Gesellschaft da, die nicht verstehen was man eigentlich machen möchte und typischweise bewegen endet enten wir dann an diesen Grenzen sagen ja aber es ist doch hier es ist auch wenigstens sicher Aber es ist nicht mehr sicher.
00:20:22: Wir sind in einem gesellschaftlichen Moment großer, großer Unsicherheit.
00:20:27: Die einzige Sicherheit die wir haben ist die, die wir selber hier stellen.
00:20:31: Also raus aus der Box rein ins Gründen die Sicherheit selbst bauen und Wir haben soziales Sicherungssystem, wir haben Ersparnisse als Gesellschaft.
00:20:42: Wir haben eine Generation die investieren möchte, die nicht weiß wohin mit ihrem Geld.
00:20:46: das ist jetzt sehr verkürzt dargestellt aber es ist tatsächlich so dass wir mehr Geld haben als wir tatsächlich unternehmerisch an die Arbeit bringen.
00:20:52: deshalb investieren wir es irgendwo an den Kapitalmarkten sodass wenn ich wissen was es tut wir könnten außerhalb unserer individuellen Boxen So viel mehr erreichen.
00:21:03: und ja das persönliche Befreiung Und das ist etwas ganz anderes als zu einem von außen aufoktoiertes Verantwortungsgefühl.
00:21:10: Du solltest mal überlegen, was du willst und dann macht das egal wo die Box grad steht.
00:21:16: Da bin ich sehr bei dir!
00:21:17: Ich würde nochmal auf die Idee kommen oder die Frage Richtung Führungskräfte.
00:21:22: wenn du dir vorstellst sind einige von unseren Hörern an der Position.
00:21:26: Die haben zum ersten Mal vielleicht jetzt Verantwortung für ein Team.
00:21:29: also sie übernehmen die Führungen von einem Team.
00:21:32: Ob sie Verantwortung übernehmen, ist die zweite Frage.
00:21:34: Aber in Regel wird es gekoppelt oder für eine ganze Organisationseinheit?
00:21:38: Gibt es einen Rat den du Menschen mitgeben würdest, die zum ersten Mal in diesen Dunstkreis nenn ich Verantwortung kommen, worauf Sie achten sollen?
00:21:47: Ja, ich glaube schon!
00:21:48: Ich habe selber sehr jung Verantwortung für Teams und dann für eine Organisation übernommen.
00:21:53: und das was ich sagen kann immer wenn ich mich verstellt habe... war ich nicht besonders effektiv.
00:21:59: Wenn ich mich verwundbar gemacht habe, wenn ich den echten Felix rausgelassen habe... ...wenn ich gesagt hab was ich nicht weiß dann bin ich effektif geworden.
00:22:07: Übrigens auch nach außen hin die Kraft einer offenen Frage zu der man selber noch nicht die Antwort weiß viel besser als jeder Verkaufspitch.
00:22:15: Also auch der Mut auch sich zugestehen dass man nicht alle Fragen beantworten muss nur weil man in der Führungsrolle ist?
00:22:23: Total!
00:22:24: Die größten Fundraising-Erfolge habe ich aus Gesprächen gehabt, die in denen ich eine offene Frage formuliert habe.
00:22:33: Und dann hat mein Gegenüber nicht ein Produkt gekauft, sondern mir geholfen, die Antworten zu finanzieren.
00:22:39: Es ist natürlich viel selbstwirksamer für meinen Gegenüber.
00:22:42: Bis jetzt keine Verkaufsmasche gewesen – es war authentisch!
00:22:45: Ich hab mit meinen Kindern auf dem Spielplatz gesessen und mit Investoren auf den Spielplatz überlegt.
00:22:53: wie lösen wir dieses Problem?
00:22:55: Daraus sind die nicht nur die wichtigsten Freundschaften geworden, sondern auch daraus das meiste Geld geflossen.
00:22:59: Nicht instrumentell, sondern wenn wir uns als Menschen zu erkennen geben und als Menschen über unsere Unsicherheit und offenen Fragen reden dann entstehen daraus aus meiner Sicht oft die belastbarsten Beziehungen und auch das Meistegeld.
00:23:13: anders also wenn wir es als junge Führungskräfte oder auch Führungskräfte noch in der Mitte des Lebens versuchen zu strecken jemand derjenige zu sein der vorher auf dem Job gesessen hat.
00:23:35: Lieber Felix, wir nähern uns dem Ende des Podcasts.
00:23:37: Ich würde gerne noch mit ein paar klein privaten Sentenzen aufhören... Ja ja!
00:23:42: Die kleinen Satzergänzungen zum Aploast.
00:23:44: ich würde dir dich einladen.
00:23:45: Ich sag einen Satz und du kannst ihn ja mal beenden ganz spontan aus dem Bauch Wenn ich einen Tag komplett frei habe Dann
00:23:56: mache ich ehrlich gesagt genau das gleiche wie an allen anderen Tagen auch weil es mich so glücklich macht.
00:24:03: wenn ich Was anderes an einem freien Tag machen würde, würde ich vielleicht auch was an meinen anderen Tagen ändern.
00:24:07: Klingt gut!
00:24:08: Weil frei heißt dann eben nicht
00:24:10: unfrei.
00:24:11: Schöner
00:24:12: Punkt.
00:24:14: Ein Buch das jede Führungskraft lesen sollte oder jeder Führungskraft gut tun würde?
00:24:20: Hast du eine Empfehlung?
00:24:22: Du weißt ja nachher noch auf mein Buch hin, Luther.
00:24:24: Kannst du gleich selber mal...
00:24:26: Nein, nein.
00:24:26: Ich stelle es in die Schaunauts.
00:24:27: Das ist der Triumph of Experience.
00:24:30: Heißt das Buch?
00:24:32: und ist eine Auswertung der am längsten laufenden Längschnittsstudie menschlicher Entwicklung.
00:24:38: Was macht uns glücklich?
00:24:39: Das beobachtet worden an achtzig neunzighundertjährigen, und ich habe aus diesem Buch und den Geschichten so viel Zuversicht wie aus keinem anderen aus keiner anderen
00:24:48: Lectüre.".
00:25:01: Ich habe weder Jura studiert noch komme ich selber aus einer vermögenen Familie.
00:25:06: Lieber Felix, ganz herzlichen Dank für dieses sehr besondere Gespräch!
00:25:10: Danke Kai.
00:25:12: Das war es für heute vom Coach Dogg.
00:25:13: Danke fürs dabei sein und fürs Zuhören.
00:25:15: Ich freue mich aufs nächste Mal.
00:25:16: Sage tschüss bis bald.
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