Verantwortung - jenseits von Schuldzuweisung und Kontrolle

Shownotes

Verantwortung verstehen: Jenseits von Schuldzuweisung und Kontrolle

In dieser Podcast-Episode beleuchtet Kai Kochmann das facettenreiche Konzept der Verantwortung und räumt mit häufigen Missverständnissen auf. Er präsentiert ein praktisches Modell aus der Transaktionsanalyse. Hier erfahrt ihr in 17 Minuten, warum Verantwortung weniger mit Vorwürfen und Kontrolle zu tun hat – sondern mit Loslassen einerseits und mit Reaktionsfähigkeit andererseits: Es geht um unsere Kompetenz, in verschiedenen Situationen angemessen zu reagieren. Ein wertvoller Impuls für Führungskräfte, Politiker, Manager, Coaches - kurz, für alle, die authentische Verantwortungskultur und organisatorische Klarheit anstreben.

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00:00:00: Gute Führung bedeutet nicht, Konflikte zu vermeiden sondern gute Führungen bedeutet die richtigen Konflichte zu führen und das ganze respektvoll aber immer klar anzusprechen.

00:00:25: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von der Coach Talk!

00:00:29: Schön dass ihr wieder dabei seid.

00:00:31: heute sprechen wir über Verantwortung und warum mir das Thema nicht nur wichtig ist sondern es offenbar fehlend wichtig wird mir zum einen in Coachings immer wieder vermittelt und in Führungstraining.

00:00:41: Und insbesondere, das ist der Anlass... In der vergangenen Episode war Felix Oldenburg mein Gast!

00:00:48: Ich weiß nicht ob er die Folge gehört hat?

00:00:50: Wir sprachen über Verantwortung im gesellschaftspolitischen Kontext aber auch über Führungen und Führungsverantwortung und darüber warum es Menschen gibt, die eher als andere bereit sind Verantwortung zu übernehmen.

00:01:02: Ganz besonders bemerkenswert fand ich den Eingangssatz von Felix dass er auf meine Frage, was er drunter versteht, sagte, er könne mit dem Begriff Verantwortung relativ wenig anfangen.

00:01:13: Und das fand ich bemerkenswert und deswegen tauchen wir da heute ein bisschen tiefer.

00:01:18: Einig Führungskräfte-Frage, was sie sich von ihren Mitarbeitenden wünschen oder warum Sie zum Beispiel Führungskräfte geworden sind höre ich fast immer na' ich wünsche mir mehr Eigenverantwortung also für sich selbst aber das wird eben auch von anderen erwartet.

00:01:31: Das klingt vernünftig und fast selbstverständlich.

00:01:34: Beispielsweise sitze ich ein paar Tage später mit Mitarbeitenden im Coaching und dann höre ich dann fast den gegenteiligen Satz.

00:01:40: Dann sagt der Niemand, ich habe langsam das Gefühl, ich soll für alles verantwortlich

00:01:44: sein.".

00:01:45: Ja da sprechen also beide über Verantwortung und beide empfinden sie völlig unterschiedlich Und deswegen glaube ich wir benutzen dieses Wort ständig und meinen eigentlich was völlig anderes.

00:01:56: Ein anderes Beispiel fällt mir aus der Politik ein, wo ich ja auch seit vielen Jahren als Berater arbeite.

00:02:01: Aber jetzt geht es gar nicht um meine Arbeit sondern das kennt ihr möglicherweise auch aus Fernsehsängern oder Pressekonferenzen.

00:02:08: Es gibt Situationen, wo Politiker beispielsweise nach einem Fehler oder nach einem nicht gelungenen Projekt zurücktreten und dann in der Presse Konferenz sagen gewichtig staatsmännisch getragene Stimme Ich übernehme Verantwortung und stelle das Amt zur Verfügung.

00:02:25: Das heißt, hier bedeutet Verantwortungsübernahme den Job das Amt nicht weitermachen.

00:02:30: Andere sagen nach einem Fehler ich fliehe nicht aus Verantwortung sondern stelle mich ihr.

00:02:36: folglich bleiben sie im Amt.

00:02:38: ja und dass ist jetzt auch wieder ein völlig unterschiedlicher Angang.

00:02:42: was ist denn jetzt der bessere Schritt?

00:02:43: Was heisst genau Verantwortung und Verantwortungsübernahme?

00:02:47: nächstes Beispiel stellt euch einen ganz normalen Montagmorgen in einem Team vor, das Team sitzt zusammen.

00:02:53: Projektleiterin eröffnet die Runde und sagt mit einem leicht generften Unterton Wir müssen endlich lernen mehr Verantwortung zu übernehmen.

00:03:00: Ich kann euch nicht ständig hinterherlaufen.

00:03:02: Das erwarte ich von euch So ein paar Minuten später meldet sich jemand aus dem Team und sagt Übrigens wartet der Kunde seit einer Woche auf eine Rückmeldung.

00:03:11: Die Projektleiterin, die angesprochen wurde schaut auf und sagt Warum hat mir das denn keiner gesagt?

00:03:17: Und daraufhin ein anderer Kollege ganz ruhig Naja, ich dachte dafür bist du verantwortlich.

00:03:22: Hier wird wieder deutlich, erst wird mehr Eigenverantwortung eingefordert vom Team und unmittelbar danach wird Verantwortung wieder an die Führungskraft zurückgegeben.

00:03:33: Zurückdelegiert!

00:03:35: Keiner macht das wahrscheinlich böswillig, keiner will dem anderen schaden.

00:03:38: und trotzdem ist genau das was man in jedem Team-Meeting mindestens einmal hört dass Verantwortung nämlich hin und her geschoben wird ein bisschen wie ein Staffelstab mal ziehen wir sie an uns ran, mal schieben wir sie weit weg.

00:03:51: Ich glaube, genau hier beginnt das eigentliche Missverständnis.

00:03:54: Denn einige von uns betrachten vielleicht Verantwortung wie so eine Führungseigenschaft die man hat oder nicht hat.

00:03:59: Der einen übernimmt halt Verantwortung der anderen nicht.

00:04:01: aber das hat ja nichts mit der Persönlichkeit zu tun.

00:04:04: Was ich ganz hilfreich finde ist über den Begriff selbst mal nachzudenken.

00:04:09: Der drin steckt nämlich wenn man es Englisch ausspricht auch im Deutschen ist es übrigens drin.

00:04:20: Ability.

00:04:21: Da steht das Wort Response dran, also Antwort.

00:04:24: Das heißt Verantwortung bedeutet eigentlich nichts anderes als Ability to responden.

00:04:30: Also die Fähigkeit auf eine Situation eine angemessene Antwort geben zu können.

00:04:36: Nicht die Fehigkeit alles unter Kontrolle haben auch nicht die Fahigkeit nie ein Fehler zu machen oder alles selber machen zu wollen sondern die Fäigkeit überhaupt zu antworten.

00:04:45: ich finde diesen Gedanken unglaublich entlastend Denn plötzlich verändert sich die Frage, es geht nämlich nicht mehr um wer ist Schuld.

00:04:53: Sondern darum wie möchte ich auf das reagieren was hier gerade geschieht?

00:04:58: und das ist ein völlig anderer Blick auf Verantwortung.

00:05:15: So an dem Beispiel was wir gerade besprochen haben wird deutlich wenn wir Verantwortung mit Schuld verwechseln beginnt automatisch die Suche nach demjenigen der einen Fehler gemacht hat.

00:05:25: Wer war's?

00:05:25: Wer hat versagt?

00:05:27: Und dass ist immer noch.

00:05:29: Ich nenne das immer ein Blame Storming statt eines Brainstormings, was es stattdessen bräuchte.

00:05:35: Das ist leider in Unternehmen ganz oft der Fall.

00:05:40: Die Frage ist eben wer ist bereit eine gute Antwort auf Situationen zu geben?

00:05:43: und da finde ich gibt es zu wenig Orientierung.

00:05:47: oder möchte ich euch ein Modell anbieten was aus der Transaktionsanalyse kommt?

00:05:51: Und das Modell kommt von Bernd Schmidt Und er beschreibt Verantwortung, also nicht als moralische Kategorie oder Eigenschaft sondern als einen Raum der vier Fragen braucht.

00:06:03: Der entsteht wenn man im Dialog zusammenkommt und vier Fragen miteinander beantwortet.

00:06:10: Will ich überhaupt Verantwortung?

00:06:12: Und kann ich Verantwortung übernehmen?

00:06:16: Dann die Aspekte darf ich Verantwortung Übernehmen oder muss Ich es sogar?

00:06:23: Als ich dieses Modell zum ersten Mal kennengelernt habe dachte Na ja, das ist eigentlich spannend.

00:06:27: Dass wir diese Fragen nie stellen aber häufig immer nur dieses muss ich.

00:06:32: Wo dieses Gefühl... Vielleicht war es auch bei Felix so dieser Druck, diese Erwartung von außen dass man das machen muss und das wird dann so kühl.

00:06:41: Aber ich will Beispiele bringen wo ich glaube Es geht eben nicht um diesen Druck der da sein muss sondern um etwas ganz hilfreiches.

00:06:50: Denn erst wenn wir diese vier Fragen auseinanderhalten verstehen wir warum Menschen Verantwortung übernehmen und andere vielleicht nicht, obwohl sie zuständig wären.

00:06:59: Ein Beispiel stellen wir uns vor ihr seid Teamleiter oder Teamleiterin?

00:07:04: Und in eurem Team gibt es jetzt eine Mitarbeiterin die fachlich hervorragend ist.

00:07:08: Die ist wirklich immer zuverlässig bringt absolut Performance ist engagiert aber immer wieder beobachtet ihr was das euch beschäftigt nämlich sobald einer den Raum verlässt wird über die Person gesprochen.

00:07:22: mal kleine abwertende Bemerkungen, mal kurte augenrollende Blicke an die Wand.

00:07:27: Jedenfalls ans Subtil wird deutlich, die Atmosphäre verändert sich und jetzt beginnt der innere Dialog bei euch als Teamleiterin.

00:07:35: stellt euch vor ihr seid also in der beobachtenden Rolle.

00:07:37: dieses andere sprechen so hinter den Rücken über jemandem.

00:07:41: dann ist der erste Gedanke vielleicht bei euch.

00:07:43: eigentlich möchte ich das ansprechen?

00:07:46: Also das will Ich!

00:07:47: Die Verantwortung übernehmen das jetzt anszusprechen.

00:07:51: Dann kommt die zweite Frage.

00:07:52: Kann ich das?

00:07:53: Also bin ich in der Lage, habe ich gelernt, unangenehme Botschaften rückzumelden zu konfrontieren?

00:07:59: Habe ich genug Erfahrung?

00:08:00: Hab' ich jetzt auch genug innere Ruhe

00:08:02: dazu?".

00:08:04: Dann kommen die dritte Frage.

00:08:05: Darf ich da aus meiner Rolle?

00:08:06: Das ist erstmal nicht selbstverständlich!

00:08:09: Jetzt gehen wir aber mal davon aus du bist Führungskraft also hier Teamleiterin oder Teamleitern dann ist das rein von der legitimem Haltung schon ein... Du darfst das.

00:08:19: Und die vierte Frage, dann eben muss ich das denn tun?

00:08:22: Und da wird es dann interessant!

00:08:24: Denn genau die Frage stellen wir uns oft als erstes – wer ist hier

00:08:27: zuständig?!

00:08:29: Naja und im konstruierten Fall jetzt der Teamleitung ist aus meiner Einschätzung ein Muss.

00:08:34: Denn als Teamleiterin bist du oder seid ihr für die Funktionsfähigkeit, die Atmosphäre und die Ausrichtung des Teams zumindest anführender Stelle ja mitverantwortlich.

00:08:44: Die Frage isst beginnt Verantwortung nicht schon viel früher.

00:08:49: Nämlich dort, wo ich merke dass etwas meinen eigenen Werten widerspricht und ich bereit bin das zu benennen also darauf eine Antwort zu geben.

00:09:00: Das bedeutet jetzt nicht dass ich mich überall einmischen muss.

00:09:03: Verantwortung heißt ja sich für alles zuständig zu fühlen Und das habe ich wiederum häufig in Coachings.

00:09:10: und dieses Muster Sich überall verantwortlich fühl darüber sprechen wir gleich In dem eben benannten Beispiel kümmere mich um alles, wenn ich es nicht mache macht das ja keiner.

00:09:37: Vielleicht kennt ihr diesen Gedanken auch?

00:09:39: Das klingt erst mal nach großem Engagement dieses Gefühl der Unentbärlichkeit und dieses sich für alles einsetzen und immer da sein und die extra Meile gehen.

00:09:48: Da gibt's doch wunderbare Blasen und Worte dahinter.

00:09:51: nur tut man sich vor allen Dingen, aber tut man auch den anderen gefallen wenn man sich um alles kümmert und Aufgaben anderer übernimmt?

00:10:01: Da kippt aus meiner Sicht Verantwortung in eine Überverantwortlichkeit.

00:10:07: Und das ist dann ein sehr kurzer Weg bis es zur Überforderung führt.

00:10:11: Das heißt die Ursache liegt gar nicht in der Menge der Arbeit sondern häufig dass wir Verantwortung übernehmen die eigentlich jemand anderem gehört.

00:10:21: und Bernd Schmidt, über den wir vorhin schon sprachen der mit diesen vier Fragen zum Thema Verantwortungsdialog.

00:10:26: Der beschreibt Verantwortung deshalb nicht als etwas das man möglichst anhäufen sollte sondern es braucht ganz klare Grenzen.

00:10:34: Verantwortung braucht Klarheit und manchmal bedeutet verantwortliches Handeln eben auch Verantwortung dort zu lassen wo sie hingehört.

00:10:44: Und ich finde diesen Gedanken Mit Blick auf Führung Ganz, ganz wichtig.

00:10:49: Denn die Frage ist nicht wie bekomme ich meine Mitarbeitenden dazu mehr Verantwortung zu übernehmen?

00:10:55: sondern bei sich selbst anzufangen und zu überlegen habe ich Bedingungen geschaffen unter denen die Leute mit denen ich arbeite also die in meinem Team Verantwortung übernehmen können.

00:11:07: ja und Mit dem Beispiel schaffe Ich Bedingung unter den anderen Verantwortung übernehmen Können möchte ich mit einer ganz kurzen Geschichte kommen.

00:11:16: Stellt euch vor, ein Geschäftsführer fährt morgens auf den Parkplatz seines Unternehmens und direkt an der Einfahrt liegt eine tote Taube.

00:11:24: Wer geht jetzt ins Büro arbeitet da acht neun Stunden und zählt am Abend wieder nach Hause – die Taube liegt immer noch da!

00:11:32: Am nächsten Morgen kommt er wieder….

00:11:34: sie liegt... ...immer noch da.

00:11:36: auch am dritten Tag hat sich keiner weggeräumt.

00:11:39: Der Geschäftsführer jetzt, der ärgert sich ja zieht vielleicht die Schlussfolgerung.

00:11:43: Die viele von uns jetzt vielleicht denkt ihr auch gerade dran unterschreiben würden ach hier in diesem Unternehmen übernimmt keiner Verantwortung könnte man jetzt denken ist eigentlich mal erstmal nachvollziehbar diese Diagnose aber vielleicht ist er trotzdem falsch denn vielleicht zeigt die Geschichte nicht dass den Mitarbeitern Verantwortung fehlt.

00:12:02: Vielleicht zeigt sie was anderes Dass Organisationen streng über Rollenzuständigkeiten und Prozesse funktionieren, das ist eigentlich die Stärke einer Organisation.

00:12:13: Niemand kann jeden Morgen neu entscheiden wer heute die Buchhaltung macht oder wer den Vertrieb übernimmt und deswegen gibt es klare Verantwortungsbereiche.

00:12:22: Das Problem entsteht also dann wenn wir genau diese Strukturen aufbauen wo's also klare Zuständigkeiten gibt Und anschließend erwarten dass Menschen sie Wontan überschreiten, die Grenzen der Zuständigkeit.

00:12:39: Ja?

00:12:39: Also wir sagen einerseits bitte haltet euch an die Prozesse und gleichzeitig sagen wir oder hoffen wir denkt aber bitte eigenverantwortlich!

00:12:50: Und das ist ein Widerspruch den wir als Führungskräfte konstruieren oder die Organisationen in Sicht tragen, die nicht immer leicht aufzulösen sind.

00:13:00: also Eigenverantwortung entsteht nicht dadurch dass wir sie einfordern.

00:13:04: Sie entsteht dort, wo Menschen den nötigen Handlungsspielraum bekommen, Entscheidungen treffen dürfen und die Erfahrung machen, dass ihnen vertraut wird.

00:13:14: Verantwortung kann man deswegen nicht verordnen – man kann sie nur ermöglichen!

00:13:29: Wir haben eben über Verantwortungsraum gesprochen.

00:13:32: Das heißt, den Raum der man geben muss damit andere überhaupt Verantwortung übernehmen können und wollen.

00:13:37: Jetzt ist es häufig so das mit dem Thema Verantwortung häufig Reibung erzeugt wird.

00:13:43: Wie kommt das?

00:13:45: Wir wünschen uns Harmonie, wir wünsken uns ein gutes Miteinander!

00:13:50: Wir wünschten uns dass Veränderungen möglichst geräuschlos funktionieren.

00:13:53: aber das passiert eben relativ selten denn immer dann wenn jemand Verantwortung übernimmt verändert sich was.

00:13:59: Jemand spricht zum Beispiel einen Konflikt an der bisher unter der Oberfläche geblieben ist und da die Oberflächen im Sinne der Harmonie.

00:14:08: Man hat darüber nachgedacht, aber man hat das nicht angesprochen.

00:14:11: Aber jemand hat jetzt den Mut es anzusprechen?

00:14:15: Trift also eine Entscheidung – ich spreche das jetzt an!

00:14:20: Und deswegen gehören Verantwortungsübernahme und Konflikt untrennbar zusammen.

00:14:26: Rheinsystem theoretisch gibt es ein Gedanken, den ich da ganz hilfreich finde.

00:14:29: dort werden nämlich Konflikte nicht als Störung verstanden sondern als ein Mechanismus mit dem Systeme Entscheidungen herbeiführen.

00:14:37: Konflikte können uns helfen, zu entscheiden ob wir beim Alten bleiben oder was verändern sollten.

00:14:43: Das macht sich jetzt nicht angenehmer aber leider sehr wertvoll.

00:14:48: Denn das ist einer der größten Irrtümer der Führung.

00:14:51: aus meiner Einschätzung dass wir meinen gute Führungen erkennen daran, dass möglichst wenig Konflikte entstehen.

00:14:58: und ganz ehrlich so nach zwanzig-fünfundzwanzig Jahren Arbeit als Führungstrainer und Coach glaube ich mittlerweile das Gegenteil bedeutet nicht, Konflikte zu vermeiden sondern gute Führung bedeutet die richtigen Konflichte zu führen und das ganze respektvoll aber immer klar anzusprechen.

00:15:19: Denn jedes Mal wenn wir Verantwortung übernehmen treffen wir eigentlich eine Entscheidung und jede Entscheidung bedeutet gleichzeitig dass wir uns gegen etwas anders entscheiden oder vielleicht auch gegen jemand anderen.

00:15:30: und genau darin liegt nämlich die Spannung.

00:15:32: Vielleicht ist Verantwortung deswegen eben so anstrengend, nicht weil sie schwer ist sondern weil die Mut verlangt nämlich den Mut sichtbar zu werden.

00:15:39: Den Mut auch anzuecken und dem Mut eine Antwort zu geben obwohl man gar nicht weiß ob sie allen gefallen wird.

00:15:48: Lass mich euch zum Schluss zwei Fragen mitgeben, die für Reflektionen zu diesem Thema dienen.

00:15:53: Die erste Frage Für welche Verantwortung in meinem Leben fühle ich mich gerade zuständig obwohl Sie eigentlich einem anderen Menschen gehört?

00:16:03: Die zweite Frage.

00:16:05: An welcher Stelle weiß ich eigentlich, dass ich Verantwortung übernehmen sollte?

00:16:10: Ich mich aber zurückhalte weil ich glaube mir ist noch nicht nach.

00:16:13: Ich müsste nochmal drüber nachdenken oder ich habe vielleicht gar keine Erlaubnis.

00:16:17: Vielleicht denkt ihr einfach mal darüber nach wo ihr mit diesem Thema Verantwortung steht und sprecht mit eurer Partnerin eurem Partner oder vielleicht euer Chefin eurem Chef oder innerhalb eures Teams mal drüber.

00:16:33: Das war's für heute zum Thema Verantwortungsübernahme.

00:16:37: Ich freue mich aufs nächste Mal und sage tschüss, bis bald!

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